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Erdenbasiertes Heilen

Praxis für erdenbasiertes Heilen - Heidelberg // Melle

Erdenbasiertes Heilen

Heidelberg // Melle

Trennung als unsere tiefste Wunde

Es gibt in meinen Augen nur eine einzige Quelle für die Hitze und Spannung – in Ökosystemen, zwischen Nationen, innerhalb Gesellschaften und in menschlichen Körpern – nämlich die fehlende Verbindung zu unserem Ursprung, der lebendigen Erde.

Als Erdenbewohner wohnt in jedem von uns eine tiefe Sehnsucht nach Verbindung und Verschmelzung. Sehnsucht nach der Verbindung zum Großen Ganzen, von dem wir ein kleiner aber einzigartiger Teil sind. Sehnsucht nach der Verbindung zur Erde und allen anderen, nicht-menschlichen Wesen, die diese Welt bewohnen und beleben. Sehnsucht nach Verbindung zu unseren Mitmenschen, Freunden, zu unserer Familie.

Weil die allermeisten von uns im „Westen“, in einer Gesellschaft aufgewachsen sind, die diese Verbindung nicht nährt, sie sogar bewusst unterbricht, tragen wir alle einen tiefen Schmerz in uns. Viele von uns nehmen diesen Schmerz nicht mal bewusst war. Vielmehr schlummert er tief in uns als Unwohl- oder Gestresst Sein.

Das Gefühl, nicht im richtigen Körper, nicht am richtigen Ort, von uns selbst und von der eigenen Gefühlswelt abgeschnitten zu sein. Einsamkeit. Depression und die Unfähigkeit, in wahrhaftige Verbindung zu unseren Mitmenschen zu treten, sind ein Zeichen dieser fehlenden Verbindung.

The only heart worth having, is a broken heart. For if your heart has yet been unbroken, nothing can get out and nothing can get in.

– Unknown

Foto von Florian als Kind am Seeufer sitzend.

Auf der Suche nach Verbindung

Ich habe lange gedacht, dass die Verbindung zur Erde nur entstehen kann, wenn ich in einer „natürlichen“ oder „wilden“ Umgebung bin, d.h. im Freien, im Wald, in den Bergen. In der Stadt oder in der Wohnung schien es mir nicht möglich, sie herzustellen. Wenn ich mich aber an solchen Orten begab, fühlte ich mich oft noch abgeschnittener und einsamer. Das Gefühl der Trennung wurde im Grünen wie hervorgehoben und deutlich verstärkt. Ich wurde von Trauer überwältigt.

Es hat Jahre gedauert. Immer wieder folgte ich dieser Sehnsucht, auf der Suche nach Verbindung zu Ihr, Mutter Erde. Erst durch meine Erfahrungen mit Pflanzen, und später mit der Craniosacral Therapie, habe ich erkannt, dass ich etwas ganz Wichtiges übersehen hatte. Dass ich, als Kind dieser Erde, die Verbindung zu ihr in mir trage, in meinem Körper.

Egal wo ich bin, ist die Erde auch da, denn ich bin sie.

Die Verbindung kann nicht „da draußen“ entstehen, sondern nur in der Erde meines Körpers.

Dort, wo sie von mir genährt und kultiviert werden kann.

Diese tiefe Erkenntnis war ein innerer Wendepunkt. Die Verbindung zur Erde ist zum Mittelpunkt meines gesamten Lebens geworden.

Plötzlich kann ich sie spüren. Egal wo ich bin.

Mein Leben und mein Alltag richten sich allein danach, was diese Verbindung nährt. Je mehr ich mein Leben so gestalte, desto heiler, authentischer, freier fühle ich mich.

Heilung mit und durch die Erde

Die Verbindung zur lebendigen Erde ist unsere stärkste und ursprünglichste innere Ressource. Von Geburt an ist sie in uns angelegt. Ohne sie ist Leben nicht möglich. Nur in der Verbindung können wir authentisch und harmonisch leben.

Wenn wir lernen, die direkte Verbindung zur lebendigen Erde in uns wieder zu pflegen und zu kultivieren und unser Leben danach richten, können sich all die Spannungen, Schmerzen und Traumata lösen, die sich in uns im Verlauf eines Lebens in „Trennung“ und Isolation angesammelt haben.

Diesen Prozess, sich dem Schmerz der Trennung bewusst zu werden, die Verbindung zu kultivieren und zu stärken und all dem, was durch diesen Prozess ausgelöst wird, liebevoll und achtsam zu begleiten, ist ein Prozess der Ganzwerdung (ganz = heil).

Ich nenne ihn erdenbasiertes Heilen, denn er entspringt aus der bewusst gelebten Verbindung zur lebendigen Erde.

Wir sind von der Erde geschaffen worden, um das Menschsein in die Welt zu bringen.

Durch das Kultivieren unsere innigen Verbindung zu ihr, schaffen wir es, wieder unseren natürlichen Platz, den Platz, der nur der Menschheit zusteht, einzunehmen und im harmonischen Miteinander mit allen anderen Erdenwesen zu leben.

Aber warum haben wir diese Verbindung verloren?

Je tiefer meine eigene Verbindung zur lebendigen Erde wird, desto mehr meine ich zu verstehen, warum es Kulturen und Menschen gibt, die sich dem abgewendet haben.

Die Erde ist unsere liebende, nährende, fürsorgliche Mutter.

Doch sie ist auch der harte Winter, der Sturm, die Dürre und die Hungersnöte. Sie ist der dunkle Wald voller Bären und Wölfe. Sie ist die Pest. Sie ist die Naturkatastrophe. Sie ist der Tod.

Irgendwann verschlingt die Erde uns wieder: wir werden alt, oder erkranken, sterben und werden Futter für die nachkommende Generation.

Ein gemütlicher Gang durch den Wald macht diesen Aspekt sehr deutlich. Überall ist Tod, Fressen und Gefressen Werden, Zerfall und gleichzeitig lebendiges Sprießen zu sehen.

Zeichnung eines Bären

Früher war der Wald auch noch voll von Raubtieren, die uns auflauerten.

Es ist natürlich wichtig, dass wir uns vor dem, was uns schadet oder bedroht, schützen. Doch es kann auch zu weit gehen, sodass wir uns trennen, aus Angst, vor dem, was auch zum Leben gehört, dem Tod.

So sehr die Verbindung zur Erde uns einlädt das Leben zu umarmen, lädt sie uns gleichermaßen dazu ein, dem Tod und unserer Vergänglichkeit, direkt in die Augen zu schauen.

Das macht Angst, ich weiß. Ich spüre sie auch.

Aber ohne Tod gibt es kein Leben. Wenn wir versuchen den Tod auszuklammern, dann ersticken wir das Leben im Keim.

Erdenbasiertes Heilen: eine Einladung

Erdenbasiertes Heilen ist die Einladung, unsere Heilung in eigene Hände zu nehmen. Dabei erkennen wir, dass wir uns in den Schoß der Erde legen, aus der unser Körper geschaffen ist und aus der alles Lebendige erwächst.

Es ist die Einladung, uns an unseren Ursprung zu erinnern.

Es erinnert uns an unsere Verwobenheit, dass unser Wohlergehen, mit allem um uns herum verbunden ist.

Es erinnert uns daran, dass wir rhythmische Wesen sind, die von den Kräften der Sonne, des Mondes und der Sterne, wie die Pflanzen, geführt werden.

Es erinnert uns daran, dass wir in erster Linie, nicht denkende, sondern fühlende Wesen sind, die die Welt mit unseren Sinnen erspüren.

Erdenbasiertes Heilen ist die Einladung zu vertrauen, dass tief in uns, in unseren Körpern, das Wissen um das Heilsame steckt.

Die Rolle des erdenbasierten Therapeuten

Als Therapeut, ist es mir ein zentrales Anliegen, dass ich auch als Verantwortung spüre, meine Verbindung zur Erde, und allem, was dazu gehört, zu kultivieren. Das bedeutet konkret, dass ich mir in meinem Alltag ganz selbstverständlich immer wieder Raum und Zeit nehme, die Verbindung in mir zu nähren.

Ich verbinde mich regelmäßig mit den Pflanzen, mit denen ich zusammenarbeite, in dem ich sie regelmäßig im Wald, am Wegesrand oder auf der Wiese besuche, mit ihnen spreche, ihnen lausche und sie besinge.

Es bedeutet auch, dass ich mich regelmäßig mit dem Atem des Lebens, der den Kern der Craniosacralen Thereapie bildet, verbinde. Er ist die Quelle der Lebens- und Heilkraft meines Körpers.

Wenn Du zu mir in die Praxis kommst, halte ich den Raum dieser Verbindung in mir und damit auch für dich. So kann es für dich leichter sein, selbst die Verbindung in dir zu spüren.

Das ist essentiell wichtig, denn der Prozess findet in deinem Körper statt. Die Verbindung wird durch deinen direkten Kontakt zur inneren Heilkraft über die Craniosacrale Therapie und durch den Dialog deines Körpers mit deinen Pflanzenbegleitern ermöglicht und vertieft.